Lohnt es sich noch Bitcoins zu kaufen? – oder hat IOTA mehr Potenzial?

Krypto-Manie-Blase oder Chance???

 

Behauptung:

im Zeitalter der Digitalisierung gehört digitale Währung dazu. Allerdings werden einige Kryptowährungen das Rennen machen und nicht nur der Bitcoin. Auch weil die Blockchain-Technologie (noch) Nachteile hat. Es ist schwer in die Zukunft zu schauen – allein deshalb, weil sich alles noch weiter entwickelt…

 

Hier siehst Du die Tage, die der Bitcoin gebraucht hat, um jeweils um 1.000$ zu steigen:

Das sieht schon nach einer Blase aus. Aber wie nachfolgend aufgeführt, wäre auch noch genug Potenzial da. Da eine Kryptowährung aber nur auf Glauben beruht, ist eben auch viel Risiko drin. Zum anderen gibt es Phasen der Bewertung einer Anlageform. Was glaubst Du, wo wir gerade sind?:

 

Die Besonderheit hier ist aber, dass institutionelle Anleger nicht so mitmischen können, weil sie mit ihrem Kapital zu sehr den Markt  beeinflussen.


Wiederholt sich die Geschichte, oder ist es diesmal ganz anders? Wie heißt es doch: „Die, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ — Beantworte Dir bitte die folgenden zwei Fragen: Ist Erfahrung gut? Kann man aus der Geschichte lernen? — Dennoch sagt die nachfolgende Generation fast immer: „Bei uns ist das ganz anders!“ 

 

 

Vergleicht man den Chart von Bitcoin mit Softbank, so fällt auf, dass es in einem ähnlichen Muster verläuft. Ende der 90-er explodierte die Aktie von Softbank im Zuge der TechStock-Euphorie von 500$ auf über 20.000$ und fiel nach dem Platzen der Tech-Blase auf 500$ zurück:


Oder hier der Vergleich mit der Technologiebörse Nasdaq von 1994 bis 2004:

 

 

Ob das dem Bitcoin auch droht? Wer weiß, denn am Ende werden die Toten gezählt… Und die renommiertesten New-Economy-Firmen, wie Google, Apple und Co. haben dennoch bis heute eine beeindruckende Performance hingelegt und gehören in jedes Depot.


Zudem sieht man, dass die Marktkapitalisierung noch sehr weit weg von der des neuen Marktes ist:

 


Aber deswegen würde ich jetzt nicht viel Geld investieren, um auf weitere 1.000% zu hoffen, sondern suche mir einen anderen Spielplatz. Und hier bin ich bei IOTA. Am 29.11.2017 adelte kein geringerer als Microsoft die IOTA-Foundation und schrieb: „sie sehen den Tangle-Ledger von IOTA vor der Blockchain…“ – also noch vor dem Bitcoin…

 

 

 

 


Und noch Eines fällt auf, wenn man Parallelen mit der Dot-Com-Blase zieht: heute, wie damals fließt in fast jede neue Emission Geld (damals IPOs von Interent-Startups, heute ICOs), obwohl sich nur Wenige durchsetzen werden. Und immer wieder liest man Headlines, wie „Dash: der neue Überflieger-Altcoin, der Bitcoins Probleme löst…“ oder „IOTA wird der neue Bitcoin…“ oder „Wieso Litecoin den Bitcoin überholen könnte…“ Man merkt daran, welche teils überzogenen Erwartungen auf dem Markt lasten. Wie gesagt: nur wenige der Kryptowährungen werden am Ende das Rennen machen und der Rest wird verpuffen, so wie damals die zahlreichen Trittbrettfahrer und Möchtegern-Internetfirmen des New-Economy-Hypes verpufft sind…


Wie ich am Ende meines Videos aufzeige, muss eine Währung drei Voraussetzungen erfüllen. Wenn Bitcoin den Part „verlässliches Zahlungsmittel“ erfüllen will, muss es weg vom Spekulationsobjekt, damit die Schwankungen sehr gering werden. Dann ist es zwar nicht mehr so interessant für eine Anlage, aber für den Zahlungsverkehr. Warum? Dazu zwei Beispiele, wenn Du einen Flug in die USA im Wert von 2.000 Euro kaufst und die Fluggesellschaft Bitcoins akzeptieren würde – Aufgrund der starken Schwankungen (BTC/EUR) sind folgende Szenarien aktuell realistisch: 1) Was ist, wenn Dich der Flug plötzlich statt 2.000€ jetzt 3.000€ kostet? 2) Was ist, wenn die Fluggesellschaft mit 2.000€ kalkuliert, aber nur noch 1.200€ Gegenwert einnimmt?


Lasst uns mal kurz Träumen:

IOTA kann künftig theoretisch nicht die Performance hinlegen, wie Bitcoin in der Vergangenheit. Warum? Der Wert eines Coins ergibt sich aus der Marktkapitalisierung geteilt durch die Stückzahl der Coins. Da es viel mehr IOTAs gibt, als es Bitcoins geben wird (maximal 21 Millionen) muss also in IOTA auch viel mehr Geld fließen. ABER: die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt heute bei rund 145 Milliarden (es existieren momentan knapp 17 Millionen Bitcoins > multipliziert mit dem aktuellen Kurs von rund 8.562 Euro). Eine Apple liegt per heute bei 748 Mrd. Euro. Und das ist nur eine von vielen Aktien. Dazu kommt, dass der Aktienmarkt im Vergleich zum Rentenmarkt sehr klein ist. Was will ich damit sagen: es ist also sehr viel Geld in Umlauf, was noch in die Top-Kryptowährungen fließen und somit für steigende Kurse sorgen kann. Und wenn IOTA nur ein Prozent der bisherigen Entwicklung von Bitcoin erreicht, wäre es ein schönes Investment 🙂


►►► Übersicht Marktkapitalisierung Kryptowährungen

►►► Übersicht Marktkapitalisierung Aktien im S&P500

Wobei ich nicht glaube, dass ein MIOTA über 100$ schaffen kann/wird, da es keine Anteilsbruchstücke gibt. Wenn IOTA beispielsweise für Transaktionen ab 10 Cent gelten soll, dann darf ein MIOTA nicht mehr als 100$ wert sein, oder? Außer es gibt einen Soft-oder Hard-Fork: Es könnte also sein, das IOTA dann eine weitere, kleinere Einheit umcodiert, welche nochmal 6 Stellen kleiner ist als IOTA (beispielsweise ein Micro-IOTA).


ABER: Altcoins, wie zum Beispiel Ethereum, oder IOTA haben nicht die summenmäßige Begrenzung von Bitcoin, was die Nachfrage beeinträchtigen kann.

ABER: Es bleibt die Frage, ob Bitcoin an Wert steigen muss, nur weil es begrenzt ist? Er steigt, mit der Marktkapitalisierung (also den Mittelzuflüssen). Wenn ich damit zahlen will, muss ich doch nicht darin investiert sein. Der Reiz ist vielleicht irgendwann weg. Stell Dir vor, Du hast 21 Millionen gute Flaschen Wein, oder 21 Millionen Pokemon-Sammelkarten. Klingt das noch knapp und begehrenswert, wie EINE blaue Mauritius? – Nochmals: Bitcoin hat keinen inneren Wert, wie GoldBitcoin ist eher wie eine Religion – Man muss daran glaubenUnd je mehr Attraktivität der Bitcoin gewinnt, umso mehr stellt er eine Gefahr für das Establishment dar und umso eher werden diese alles daran setzen, den Bitcoin als Zahlungsmittel das Leben schwer zu machen.

UND: Viel entscheidender, welche Kryptowährung das Rennen machen wird, ist meines Erachtens die revolutionäre Technik dahinter und die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben. Ein System, welches nicht manipuliert werden kann findet neben Bezahlsystemen so viele Anwendungsbereiche: Steuer, Grundbuch, Patientendaten und vieles mehr… 


Und dann ist da noch die unterschiedliche Bereitschaft von Menschen die Technologien zu nutzen (siehe „Crossing the Chasm“ von Geoffrey Moore). Nach Moore erfolgt Akzeptanz und Nutzung neuer Technologien in Phasen. Entsprechend teilt er die Nutzer in fünf Kategorien ein. Wobei technikbegeisterte Nerds und Visionäre den Anfang machen. Danach folgt eine Phase der Stagnation, bevor sich die Technologie allmählich bei der Masse durchsetzt:

 

Lass und doch mal die Vergangenheit durchgehen:

Hättest Du zum 01. Januar für 100$ Bitcoins gekauft, dann hättest Du heute ein Vermögen von weit über 3 Millionen Dollar. Also aus Nichts, 10 Eigenheime gemacht. Wow. Solche Chancen gibt es nicht oft im Leben und viele ärgern sich, dass sie nicht dabei waren. ABER: mal ehrlich, wer hätte wirklich bis heute durchgehalten? Stell Dir vor Du hättest „aus Versehen“ mal 100$ investiert und schaust später auf Deinen Kontoauszug und siehst, dass daraus 10.000$ geworden wären. Hättest Du nicht da schon die Reißleine gezogen? – Aber doch spätestens bei irgendeiner der zahlreichen Kurseinbrüche wärst Du in Panik verfallen und hättest Kasse gemacht… Also gräm Dich nicht: nur die Wenigsten hätten bis heute durchgehalten.

 


Es gibt meines Erachtens nur zwei Typen, die mit Bitcoin richtig reich geworden wären: 1) die, die 2011 gekauft haben und heute durch die Medien aufwachen und sich erinnern und 2) die die halten, weil sie daran glauben, weil sie es als Religion sehen 🙂

Achtung: das hier ist keine Anlageempfehlung! Währungen sind spekulativer als zum Beispiel Aktien. Und erst Recht Kryptowährungen. Ein Investment ist absolutes Risikokapital und kann zum Totalverlust führen.

Hier mal die Vor- und Nachteile der wichtigsten Altcoins

 

Herzliche Grüße Dein Michael